Einen Corona-Wahlkampf werden wir nicht führen

Das betonen CDU-Kandidatin Eisenmann und Ministerpräsident Wilfried Kretschmann unisono. Und CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart fügt hinzu: „Die Menschen wollen in der Krise Lösungen und keinen Streit“.

Nun es gibt bei den Altparteien keinen Streit über die Coronapolitik. Da ziehen alle an einem Strang und in dieselbe Richtung. Aber stimmt auch die Richtung? Wir vermuten, dass man Zweifel an der Wirksamkeit der Coronamaßnahmen vermeiden möchte also die Diskussion, ob die Maßnahmen tatsächlich „Lösungen“ sind? Schon heute sind die Schäden wegen der Maßnahmen ein Vielfaches der Kollateralschäden durch das Virus. Dabei haben wir keine Angst vor moralistischer Empörung, etwa wie: „ein Corona-Toter wiegt schwerer als jeder wirtschaftliche Schaden“.

Die Politik hat uns zum Jahreswechsel erneut auf eine harte Zeit eingeschworen und den Lockdown auf unbestimmte Zeit verlängert. Monatelang hält man uns nun schon im Lockdown, genutzt hat es nichts – im Gegenteil es wird immer schlimmer! Also verdoppelt man die Anstrengungen anstatt die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu hinterfragen. Man stellt die 7-Tage Inzidenz nicht in Frage, sondern vertraut einem Indikator, der in besonderer Weise auf den PCR-Test von Drosten setzt. Ein Test, der inzwischen international von 22 namhaften Wissenschaftlern angezweifelt wird und der die Kausalkette Test positiv – Infektion – Erkrankung – Pflegebedürftigkeit nicht repräsentativ abbildet und daher aus statistischer, infektiologischer und medizinischer Sicht falsch ist.

Wohlgemerkt, wir sind keine Corona-Leugner, wir wissen auch, dass die Pflegekräfte in den Krankenhäusern inzwischen am Limit arbeiten und wir bringen diesen Menschen Hochachtung entgegen und ermutigen sie weiterzumachen, um so viele Leben wie möglich zu retten. Dennoch sollen wir die Tatsachen nicht aus den Augen verlieren: Es sind nach wie vor überwiegend sehr alte Menschen über 80 Jahren, die betroffen sind. Und nachfolgender Grafik kann man entnehmen, dass derzeit die Sterbezahlen in allen Altersgruppen sinken und vor allem die Sterblichkeit nicht den Peak zu Jahresanfang erreicht hat. Wozu also der verlängerte Lockdown? Da fühle ich mich in die Zeit am 23. März 2020 zurückversetzt, wo die R-Zahl bereits unter eins gesunken war und dann der erste Lockdown kam.

Wir bedauern sehr, dass einige Pflegekräfte bei Interviews in den Medien kein Verständnis für die „normale Bevölkerung“ aufbringen, wenn diese Mund-Nasen-Schutz verweigern und die Ausgangsbeschränkungen nicht einhalten. Es wird so getan, als wenn das vermeintlich „unvernünftige“ Verhalten in einem Zusammenhang mit den Zuständen in den Intensivstationen stehen. Dafür gibt es nicht den geringsten Beweis. Den Gesunden wird dadurch aber ein Schuldbewusstsein eingeimpft, um diese zu disziplinieren. Für uns ist das der Gipfel des Moralismus und hat mit Vernunft nichts mehr zu tun!

Daher fordern wir:

  1. Schutz der Risikogruppen bis hin zur freiwilligen Isolierung
  2. Sofortige Aufhebung aller Coronamaßnahmen für die Öffentlichkeit, da diese auf falschen Grundlagen basieren und erkennbar größeren Schaden als Nutzen stiften
  3. Rückkehr zu einer wissenschaftlichen, daten- und faktenbasierte Entscheidungsfindung

    Abb. 1 Quelle: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps: In allen Lebensaltern sinken europaweit die Sterberaten, Datum: 03.01.2021